Die Dorfschmiede (Haus Nr. 17 auf dem Dorfplan (Pläne))

Im Zentrum von Preußisch Rosengart befand sich die Schmiede des Dorfes, zuletzt betrieben von Gustav Fröhlich.

Gustav Fröhlich (Mitte) am Amboss der Dorfschmiede, 1932
Gustav Fröhlich (Mitte) am Amboss der Dorfschmiede, 1932
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Bild: SchmiedeFroese

Familie Fröhlich kam 1932 nach Preußisch Rosengart und hatte vier Kinder, von denen eines jedoch mit nur 6 Monaten starb.

Wie beinahe alle Rosengärter mussten auch die Fröhlichs 1945 ihr Haus und ihre Heimat verlassen und siedelten sich nach der Flucht über die Ostsee letztendlich in Schleswig- Holstein an.

Frau Emma Fröhlich ist im Jahre 2008 verstorben – mit weit über 90 Jahren. Ich hatte vor einiger Zeit die Möglichkeit, Frau Fröhlich und ihre Familie zu treffen und dabei Erinnerungen und Fotos auszutauschen (die Bilder auf dieser Seite stammen aus der Fröhlich-Familie). Frau Fröhlich konnte sich an erstaunlich viele Details, Personen, Namen und Ereignisse aus der Zeit vor 1945 erinnern. Mit ihrer Hilfe konnte ich auch einige Listen ergänzen bzw. vervollständigen.

Trotz ihres hohen Alters verbrachte Frau Fröhlich mehrere Monate des Jahres in den USA, wo ein Teil ihrer Familie lebt.

Die Begegnung mit ihr war ein wenig wie eine Reise in eine andere Zeit – schließlich war sie schon eine erwachsene Frau, als der Zweite Weltkrieg losbrach.

Auf meine Frage, was sie eigentlich aus ihrem Dorf mitnehmen konnte, antwortete sie: “Drei Kinder, einen Eimer Schmalz und Speck..!” (die Kinder tragen übrigens alle eine Brille, ihre Mutter jedoch nicht…)

Ehemaliges Wohnhaus der Familie Fröhlich mit dem Kindergarten in Pr. Rosengart, Aufnahme aus den 1970er Jahren
Ehemaliges Wohnhaus der Familie Fröhlich mit dem Kindergarten in Pr. Rosengart, Aufnahme aus den 1970er Jahren
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Bild: Kindergarten

Dieses Bild des ehemaligen Wohnhauses der Fröhlichs entstand bereits in den 70er-Jahren.

Auf der linken Seite wohnte die Familie selbst, auf der rechten Seite war der Kindergarten des Dorfes untergebracht, um die Kinder zu betreuen, deren Mütter den Tag über arbeiteten – eigentlich erstaunlich, dass es solch eine Einrichtung in einem kleinen westpreußischen Dorf schon gab.

Gustav (links) und Emma Fröhlich vor ihrem alten Haus
Eintrag aus dem Poesiealbum von Minna Fröhlich
Eintrag aus dem Poesiealbum von Minna Fröhlich
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Bild: Poesiealbum

Aus dem Poesie-Album von Minna Fröhlich (Schwester).

Lebe glücklich, ohne Sorgen, 
denke doch recht oft an mich.
Und in Deinem guten Herzen,
heb ein Plätzchen auf für mich.