ROZGART HEUTE
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die deutsche Bevölkerung zum allergrößten Teil vertrieben bzw. ausgewiesen. Westpreußen wurde zu einem Teil Polens und Pr. Rosengart ziemlich wortwörtlich in Rozgart umbenannt – nachvollziehbarerweise ohne das ‘Preußisch’ im Namen zu behalten.
Im heutigen Rozgart leben weniger Menschen als 1945 – ihre Zahl beträgt ca. 200. Auf dem Lande zu wohnen ist in Polen für die jetzige Generation scheinbar genauso unbeliebt wie in Deutschland und zudem sind die wirtschaftlichen Perspektiven außerhalb der polnischen Grossstädte nicht sehr aussichtsreich.
Rozgart gehört zur Gemeinde (Gmina) Gronowo Elblaskie (vormals Grunau) und zum Kreis (Powiat) Elblag/Elbing.
Die Gegend um Rozgart bietet seit jeher zweierlei überaus reizvolle Dinge; die Natur und die von Menschen erbauten Sehenswürdigkeiten.
Beides soll hier kurz beschrieben werden; auf der nächsten Seite folgt dann ein Plan des mennonitischen Geschichtspfades, der sich über drei Gemeinden erstreckt (siehe Tourismus II).
Die Natur
Auf dem Gebiet der Gemeinde Gronowo Elbląskie befinden sich viele Orte, die sowohl in der landschaftlichen als auch naturwissenschaftlichen Hinsicht sehr attraktiv sind.
Zu den wichtigsten dieser Orte gehören:
– Das Naturschutzgebiet des Flusses Nogat
– Das Naturschutzgebiet des Torfmoors (die Erhöhung Jegłownickie, "Żuławska Góra", ein Berg, der 11,4 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Die Erhöhung ist ein postglazialer Restberg, am Fusse dessen sich ein Torfmoor befindet, das ein Bestandteil des ehemaligen Frischen Haffs ist)
Im Bereich der Gemeinde kann man auf viele Naturschutzdenkmäler stossen. Eines von ihnen ist eine Eiche in Gronowo Elblaskie, deren Stammumfang ca. 4 Meter beträgt.
Zu den interessanten landschaftlichen Aspekten gehört die Tatsache, dass sich die Gemeinde zu 80 Prozent auf einem unter Meeresspiegel liegendem Gebiet befindet. Der Ort Wikrowo liegt z.B. 2,33 Meter unter dem Meeresspiegel.
Die Sehenswürdigkeiten
Die Kolonisation der Gebiete fällt in das frühe Mittelalter. Die ältesten eingetragenen Orte stammen aus 13. und 14. Jh.: Fiszewo (Fischau) 1257, Różany (Alt Rosengart) 1296, Rozgart (Pr. Rosengart) 1352, Gronowo Elbląskie (Grunau) 1370. Einige interessante Sehenswürdigkeiten haben sich hier gut erhalten, vieles wurde aber im II. Weltkrieg oder gleich danach zerstört.
Der Mennonitische Geschichtspfad
Dieser Pfad erstreckt sich über drei Gemeinden (siehe Plan) und vermittelt einen kleinen Einblick in die ehemals so reiche Geschichte der Mennoniten.
Vieles hat sich nicht bewahrt, doch gibt es von einigen, auch polnischen, Seiten Anstrengungen, Altes zu bewahren und an die Vergangenheit zu erinnern.

Bildverweis aus dem Dokument
Bild: mennoniten_route
Die Angaben zu Bevölkerung und Gegenwart geben den Stand der überlieferten Textfassung wieder.
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